Wiedereröffnung meiner Betonwerksatt

6 Kommentare

Es ist schon nicht einfach, wenn einem immer wieder neue Ideen in den Kopf schießen, die man aber nicht sofort in die Tat umsetzen kann.

Mein Mann hat mir im letzten Sommer eine Betonwerkstatt im Garten eingerichtet. Das einzige Problem daran, ist die Tatsache, dass es eine Freiluftwerkstatt ist. Beton ist zwar im fertigen Zustand absolut witterungsbeständig. Aber bei der Verarbeitung ist der Werkstoff eine richtige Zicke. Es darf nicht zu kalt sein und nicht zu heiß. Frischer Beton muss vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Und wenn es drauf regnet, gibt es unschöne Flecken an der Oberfläche.

So musste ich einen ganzen langen Winter lang die vielen Ideen in meinem Köpfchen abspeichern. Jetzt komme ich mit der Umsetzung meiner Ideen kaum noch hinterher.

Am Anfang habe ich mich auf Gußteile beschränkt. Reliefscheiben in Form von Blüten und Sonnen sollten es werden. Ich verwende sie gern als hübsche Einzelobjekte im Gartenregal oder auf der Terrasse. Und einige behalte ich immer auf Vorrat. Wer von meinen Gästen durch den Garten streift und verstohlene Blicke auf meine Deko wirft, wird auf meine heimliche Wunschliste gesetzt. Beim nächstbesten Anlass, habe ich dann immer ein Geschenk parat.

 

Aus den Betonresten, die meinen Mörteleimer nach kürzester Zeit verkleben würden, forme ich faustgroße Kiesel, die mit Pflanzenabdrücken verziert werden. Ich lasse sie so lange trocknen, bis die Pflanzenteile (auf dem Bild ist es Farn) sehr stark verrottet sind. Die Farbstoffe, die beim Rotteprozess entstehen, ziehen in den noch feuchten Beton ein. Auf diese Weise entstehen Kiesel mit fossilem Charakter. Ich benutze sie gern, um kahle Stellen im Beet oder im Blumenkübel zu kaschieren. Gerade im Frühjahr, wenn die Stauden noch nicht ganz ausgebildet sind, kommen die rauen Schönheiten richtig gut zu Geltung.

Vergesst nicht, in meinem DaWanda Shop vorbeizuschauen. Ich habe nämlich diesmal auch einige Exemplare für meine interessierten Leser hergestellt 😃

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6 comments on “Wiedereröffnung meiner Betonwerksatt”

  1. Vielleicht kannst Du mir ja einen Tipp geben? In meiner Garage liegt ein Sack Zement. Wahrscheinlich lag der schon dort, als mein Vater noch lebte, verstorben, 1989. Weil die Garage ab und zu unter Wasser stand, ist er natürlich abgebunden. Was könnte man kreatives daraus machen, wenn man handwerklich völlig unterentwickelt ist? Großer Garten vorhanden.

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    1. Hallo Bibo59,
      wenn der Sack jetzt schon 30 Jahre dort liegt, wird er definitiv steinhart sein. Vielleicht kannst du ihn ja unter Denkmalschutz setzen lassen? …Kleiner Scherz… Versuch doch mal, die Verpackung drumherum abzumachen. Wie sieht denn der Zementblock aus? Gefällt er Dir? Könntest du Dir vorstellen, ihn irgendwo in deinen Garten zu integrieren? Liegend und als Untergrund für einen Steingarten (vorher Löcher rein bohren und mit Schmirgelpapier aufrauen, damit die Pflanzen Halt finden.) ? Oder könnte der Block irgendwo zur Hälfte eingegraben als Abgrenzung dienen? Ist der Zementblock überhaupt stabil genug dafür? Wenn Du Antworten auf diese Fragen findest, dann Probier es aus. Manche Dinge muss man aber auch einfach mal wegschmeißen.
      Viel Spaß beim Ausprobieren. Lass es mich wissen, was Du draus gemacht hast.
      LG
      Michaela

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