Erbsen und Möhrchen aus dem Hochbeet

7 Kommentare

Große Biogärtner sind wir ja nicht gerade. Ich will auch nicht behaupten, dass wir uns immer an die Empfehlungen der Gartenlehrbücher halten. Und trotzdem passiert immer etwas in unserem Garten – meistens sogar mit Ernteglück.

Ich will meinen Leserinnen und Lesern, vor allem den Gartenanfängern, etwas Mut machen. Es braucht nicht immer alles perfekt nach Anleitung laufen. Einfach mal die Ärmel hochkrempeln und machen. Dabei braucht es nur etwas Geduld und Vertrauen. Sollte es doch mal einen Misserfolg geben, lernt man daraus und geht am Ende mit einer Erfahrung mehr nach Hause. Alles, was man in teuren Selbstfindungskursen lernen kann, gibt mir mein Garten. Dazu habe ich noch viel Bewegung an der frischen Luft.

Vor Jahren habe ich von der Baustelle diese Kastenrahmen vor dem Schrottcontainer gerettet. Seit einiger Zeit sehe ich sie sogar in Baumärkten, wie sie als Hochbeet-Schnellbauset verkauft werden. Aufgeklappt haben sie die Abmessungen einer Europalette. Man kann sie beliebig aufeinander stapeln oder dank der Scharniere platzsparend im Schuppen lagern. Anfangs dienten mir die Kisten lediglich als Kompostbehälter. Sämtliche Gartenabfälle sind darin gelandet. Wurden die Kisten zu klein, habe ich einfach einen Rahmen drüber gestellt und so weiter.

So ging das zwei Jahre lang, bis ich dachte, dass ich irgendetwas damit anstellen muss. Im dritten Jahr habe ich mir Gemüseerde aus dem Gartencenter besorgt. Damit habe ich meinen Holzkisten-Komposthaufen etwa 30 cm bedeckt und kleine Setzlinge von Erdbeeren, Kohlrabi oder Salat hineingesetzt. Spinat, Erbsen, Bohnen, Karotten säe ich direkt aus. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass die Kompostmasse und die Gemüseerde gern noch einmal vermischt werden wollen.

Inzwischen habe ich mehrere von diesen Kisten. Die späteren Modelle habe ich von innen mit Teichfolie ausgekleidet und von unten mit feinem Maschendraht gegen den Befall von Wühlmäusen geschützt. Soviel zu dem Thema „Versuch macht klug!“

Nun dienen mir drei Kisten als Kompostbehälter und nochmal so viele als Gemüsehochbeet. In jedem Jahr wird eine Kiste vom Kompostbehälter zum Gemüsebeet befördert und eine andere Kiste, die bereits zwei bis drei Jahre als Hochbeet im Einsatz war, wird zum Komposthaufen degradiert.

An die klassischen Grundsätze von Fruchtfolge und Mischkultur halte ich mich nicht immer so genau. Dafür darf aber der Nachwuchs demokratisch mitentscheiden, was angepflanzt wird. Für den Eigenbedarf reicht der Ernteerfolg auf jeden Fall aus.

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7 comments on “Erbsen und Möhrchen aus dem Hochbeet”

  1. Danke für Deinen sehr informativen Bericht, da bekomme ich auch direkt Lust auf mehr Garten. Leider bin ich unter Woche immer in der Stadt, so dass fürs Gärtnern nur das Wochenende im Häuschen im Hunsrück bleibt. Bislang tut sich im Garten nicht viel. Aber unsere zwei Obstbäume werden regelmäßig abgeerntet. Wir haben sogar vor einigen Jahren mal Schnaps gebrannt, bzw. brennen lassen bei einem Winzer an der Mosel.

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    1. Hallo Ira, das glaube ich, dass es in einem Wochenendgarten schwieriger ist. Aber trotz allem gibt es ein paar pflegeleichte Stauden, die im Nu ein kleines Beet am Terassenrand bevölkern. Ich habe in den meisten Beeten Phlox, Rittersporn und Frauenmantel. In den halbschattigen Lagen auch Funkien und Spieren. In den ersten Jahren hielt mich das Unkraut ganz schön auf Trapp. Aber jetzt mache ich nur noch einmal im Frühling und einmal im Spätsommer in den Beeten gründlich sauber. Das geht auch am Wochenende 😉

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