Den Sommer konserviert

9 Kommentare

Wenn die Tage kürzer werden, ziehe ich mich gern ins Haus zurück. Schwermütig, weil nun der Sommer zu Ende ist, werde ich aber nicht. Ich freue mich auf gemütliche Abende vor dem Kamin. Bei der Vorfreude auf Kerzenschein und einen heißen Tee, kann mir das Wetter draußen gar nicht usselig genug sein. Dies ist auch die Zeit, in der Freunde bei deftiger Hausmannskost und einem guten Glas Wein in unserer großen Wohnküche sitzen und die Abende bis tief in die Nacht verlängert werden. Könnte sich die Köchin da etwas schöneres vorstellen, als einen Vorratschrank voller konservierter Köstlichkeiten aus dem eigenen Garten zu haben? Nein, ich nicht!

Den ganzen Sommer hieß es gießen, jäten, ernten, trocknen. An diesem Wochenende habe ich alle getrockneten Kräuter eingelagert. Rosmarin, Salbei, Thymian und Oregano sind die größten Renner. Sie werden aus Platzgründen in der Küchenmaschine grob zerkleinert. So verringert sich ihr Volumen auf ein Zehntel.

Die Teekräuter wie Minze und Verbene warten noch ein wenig. Sie können sogar noch einmal geerntet werden. Auch die Äpfel und die Hagebutten, die meinen Tee abrunden, hängen noch draußen im Garten.

Das letzte Suppengemüse aus dem Garten wurde 24 Stunden getrocknet. Dafür nutze ich die Restwärme von Frühstücksbrötchen und Sonntagskuchen im Backofen aus. Abends nehme ich Karotten, Pastinaken, Lauch und Sellerie mit an den Kamin.

Wenn alles fertig ist, stelle ich mir direkt Kräutermischungen und Würzsalze her, wie ich sie häufig in der Küche verwende. Aus dem getrockneten Suppengrün stelle ich ein Universalgewürz her, mit dem keine Instantbrühe mithalten kann. Mein Mann bekommt ein Chili-Knoblauch Salz, womit ich ihm die Glutamat geschädigten Geschmacksknospen umtrainieren konnte. Außerdem stelle ich noch ein mediterranes Kräutersalz her sowie ein feuriges Gewürz für alles Kurzgebratene.

Dank dieser vier Mischungen, habe ich für fast alle Gerichte immer das passende Gewürz im Haus. Im Vorratsschrank habe ich es immer griffbereit, ohne jedes Mal x Kräuterdöslein parat haben zu müssen. Auf dem Tisch macht es sich gut in dekorativen Bügelgläsern als Handsalz zum nachwürzen. Ich achte darauf, wer welches Würzsalz bevorzugt. So habe ich immer ein Mitbringsel für die nächste Einladung.

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9 comments on “Den Sommer konserviert”

  1. Oh die getrockneten Gewürze sehen wirklich gut aus, ich bin noch auf der Suche nach der perfekten Form der Konservierung von Suppengemüse aus dem Garten. TK nimmt viel Platz weg und eingekocht…hmm ja, nee irgendwie nicht 😉

    Dein „Flora“ Tuch ist hübsch – eine meiner Töchter heisst auch so!

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  2. Hey, sehr schön geschrieben. Kräutersalz mache ich auch sehr gerne. Hast du schon mal die Kombi Salz+Chili+Kakao probiert? Das macht sich super im Chili con Carne 😉
    Mein Universalgewürz ist eine Paste aus Gemüseresten und Kräutern mit Salz und etwas Öl püriert, das spart die Trockenzeit und hält im Kühlschrank mehrere Monate.
    So ein eigener Garten und die konservierten Vorräte daraus sind einfach spitze, da stimme ich dir zu 😀
    LG Diana

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